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Google Latitude - Hype, Wahnsinn oder nützliches Tool?!
Posted on Februar 7th, 2009 5 commentsGoogle Latitude hat in den letzten Tagen definitiv eine weitere Datenschutz-Diskussion ins Leben gerufen. Zahlreiche Medien kritisieren das neueste Google-Kind und prophezeien schlimmste Befürchtungen. Worte wie Überwachung, Stalking und co werden wach. In diesem Beitrag will ich aufzeigen, welche Einsatzgebiete Google Latitude hat. Leider kann auch ich die Panikmache nicht ganz lassen
1. Spontanes Fortgehen
Stellt euch vor: Samstag Abend, ihr verlasst eure Wohnung um mal wieder richtig einen drauf zu machen. Nun genügt ein Blick aufs Handy um herauszufinden, welcher eurer Freunde sich in welcher Lokalität (Club, Bar, etc.) aufhält. Natürlich vorausgesetzt die zu ortenden Personen sind ebenfalls Mitglieder von Google Latitude und erlauben euch die Ortung.2. Kontrolle von Kindern und Jugendlichen
Eine weitere - wenn auch fragwürdige Methode - ist die Kontrolle von Heranwachsenden durch besorgte Eltern. Dem Kind wird auf dem Handy Google Latitude installiert und ab nun erfolgt eine ständige Ortung. Sollten sich die Jungspunde wieder einmal unerlaubt an den falschen Orten herumtreiben oder gar entführt werden, kann mittels Latitude der Aufenthaltsort ständig bestimmt werden. In der heutigen Gesellschaft kann ich mir durchaus mehr als eine Hand voll Eltern vorstellen, die über ein derartiges Tool entzückt wären und nicht lange mit dem Einsatz zögern würden.Zu allem Überdruss lässt sich das Kind quasi heimlich beobachten, solange es die unverhoffte Google-Latitude-Mitgliedschaft nicht in Erfahrung bringt. Nach ein paar seltsamen “vermeintlich zufälligen” Anrufen der Eltern - wenn man sich wieder einmal ganz wo anders aufhält, als man es ihnen vorgelogen hat - wird wohl jeder halbwegs kritische Jugendliche Verdacht schöpfen.
3. Kontrolle von Arbeitnehmern
Auch eventuell nicht ganz brav arbeitende Angestellte ließen sich mit Google Latitude verfolgen. Vorbei mit den Club&- Puffbesuchen auf Betriebsreisen. Lügen zwecklos, das Handy wird geortet! Auch eine recht böse und in Frage zu stellende Einsatzweise von Google Latitude.Paradoxerweise macht sich derjenige, der plötzlich seine Ortung nicht mehr erlaubt (Google Latitude erlaubt diese Einstellungen online), besonders verdächtig. Stellt euch vor, ich erlaube meinen Freunden plötzlich die Ortung meines Handys nicht mehr. Was würden sie wohl denken? “Seltsam, er hat wohl etwas zu verbergen…”.
Eine eventuell vorhandene Freundin würde vermutlich gleich auf die kuriosesten Dinge schließen: “Er betrügt mich, er schläft mit einer anderen, er ist bei der Mafia, etc.!”
Somit sollte man - sofern man sich für die Benutzung von Google Latitude - entscheidet, entweder immer lokalisierbar sein oder man lässt es bleiben. Die Ortung ständig erlauben und dann plötzlich für zwei Stunden deaktivieren macht sicherlich einen abstrusen Eindruck. Klar, wem das egal ist, der kann sowieso machen was er will
Hier noch ein kleines Video:
Hier finden sich weitere spannende Artikel zum Thema / quasi Quellen:
http://googleblog.blogspot.com/
http://www.blog.datenwachschutz.de
5 responses to “Google Latitude - Hype, Wahnsinn oder nützliches Tool?!”
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[...] meinen neuen Blog aufmerksam machen, in dem ich über das neueste Tool von Google berichte -> Google Latitude Blog February 7, 2009 | abgelegt unter [...]
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PetraF Februar 8th, 2009 um 17:43
Ich würde niemals auf die Idee kommen meine Kids derart zu überwachen. Das wäre einfach nichts für mich. Wie sollen sie denn da erwachsen werden?
Aber sicherlich werden einige den Service nutzen, da hast recht!
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Es ist eben immer eine Frage, wie man diesen Dienst einsetzt - die Medaille hat immer 2 Seiten.
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Christiane F März 4th, 2009 um 15:55
Der Akku hält doch sowieso nicht so lange, dass man seine Kinder länger als 2 Stunden überwachen könnte. Zumindest nicht beim G1 und schon gar nicht mit eingeschaltetem GPS!
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Super Tool. Genau so etwas brauchen wir in der DDR II.
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